Die Kunst Sri Chinmoys

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Die erste Rose

19. November 1974 - es war ein regnerischer November-Nachmittag während einer Vortragsreise. Sri Cinmoy saß in seinem Hotelzimmer in Ottawa, Kanada, und erhielt gegen 17 Uhr den inneren Ruf sich einige Zeichenutensilien zu besorgen. Ins Hotelzimmer zurückgekehrt zeichnete er zuerst eine Rose, die er mit den Initialen seines vollen Namens Chinmoy Kumar Ghose - C.K.G. - unterschrieb und dann einige weitere Bilder. Was folgen sollte, war ein Kunstschaffen mit einer Produktivität und Intensität, das die Welt wohl kaum zuvor gesehen hatte.

Doch wagen wir an dieser Stelle zuerst einmal einen kurzen Rückblick in die Geschichte. In Japan lebte im 17. Jahrhundert ein Zen-Mönch mit dem Namen Enku. Er war von dem spirituellen Wunsch beseelt eine große Zahl von Buddha-Statuen zu schnitzen. Enku begann Statuen in den unterschiedlichsten Formen und Größen zu schnitzen, indem er alle ihm verfügbaren Holzstücke benutzte. Winzige und riesige Holz-Buddhas waren das Ergebnis seiner Schnitzkunst. Seine kleinsten Buddhas wurden als "koppa-butsu" auf Deutsch "Splitter-Buddhas" bekannt. Enkus Inspiration und spirituelle Energie war so groß, dass er im Laufe seines Lebens 120 000 Buddha-Statuen schuf.

Zurück ins 20. Jahrhundert. Sri Chinmoy war von ähnlicher Schaffenskraft und Ausdauer wie der Zen-Meister Enku beseelt. Er jedoch experimentierte mit Farben und Maltechniken, um das Bewusstsein und die Schönheit der inneren Welten, zu denen er als spiritueller Meister freien Zugang hatte, aufs Papier zu bringen. Bald hatte er die brillant leuchtenden Acrylfarben als sein bevorzugtes Malmittel entdeckt. Auf der Suche nach Formenvielfalt, benutzte er Schwämme, die in viele außergewöhnliche Formen geschnitten wurden und Stäbe, die mit Baumwolle und anderen Materialien umwickelt wurden als Malwerkzeuge. Zuweilen gebrauchte er seine eigenen Fingerspitzen zum Malen und sein Lieblingspinsel war ein fächerartiger Pinsel. Natürlich kamen auch Pinsel aller Größen und Formen zum Einsatz bis hin zum Malerpinsel für Hauswände.

Sri Chinmoy verbrachte endlose Stunden in seinem Sessel zu Hause und malte ein Bild nach dem anderen. Was viele seiner Meditationsschüler anfangs als eine faszinierende Nebentätigkeit betrachtet hatten, entwickelte sich zu Sri Chinmoys Hauptbeschäftigung. Gleichzeitig besuchte er natürlich regelmäßig seine Meditationszentren, gab Vorträge und leitete zweimal wöchentlich eine Meditationsgruppe für Delegierte und Angestellte an der UNO. Auf den Wegen dorthin malte er selbstverständlich. Sri Chinmoys erklärtes Ziel war es, vor Ende des nächsten Jahres 10 000 Gemälde fertigzustellen.

Am 26. Februar 1975 vollendete Sri Chinmoy das, von dem seine Schüler dachten, es würde das ganze Jahr benötigen. In den nächsten 21 Stunden schuf er 1000 Gemälde und damit 10 000 insgesamt. Das war Anlass genug für einen TV-Auftritt. "Wir wissen nicht, ob es einen Rekord gibt für die Zahl der Gemälde, die in der kürzest möglichen Zeit geschaffen wurden," sagte der Moderator, "aber in der heutigen nächtlichen Ausgabe von "Bert Haney's People" haben wir wohl diesen Mann gefunden – einen Guru, der in Queens lebt. 10 000 Gemälde in 100 Tagen, das macht 100 Gemälde pro Tag. Wie konnten sie das schaffen?" Sri Chinmoy: "Ich habe es nicht getan. Der Supreme (Gott) in mir, der mein innerer Lenker ist, hat es in und durch mich getan. Und ich wurde zu Seinem ergebenen, hingebungsvollen, bedingungslosen Instrument." Moderator: "Warum haben Sie das getan? Hat jemand mit ihnen eine Wette abgeschlossen oder was hat sie dazu veranlasst?" Sri Chinmoy: "Nein, nein (lachend). Der Supreme in mir möchte, dass ich der strebenden Menschheit einen Dienst erweise."

Die Quellenkunst von Sri Chinmoy

Gott, der Supreme (Übersetzt: Höchster), wie Ihn Sri Chinmoy liebevoll nennt, ist die Quelle der Schöpfung. In enger Verbindung mit unserer aller Quelle stehend, gab Sri Chinmoy seinen Kunstwerken den indischen Namen "Jharna-Kala". "Es bedeutet Quellen-Kunst. Wie eine Quelle fließt diese Kunst spontan," sagte er. Wie aus einer Quelle mit einem enormen Wasserreservoir im Hintergrund, sprudelten in den folgenden Monaten Gemälde in unvorstellbarer Anzahl aus Sri Chinmoy heraus. Wie die Zen-Künstler benötigte er nur wenige Minuten oder Sekunden, um sie meist auf weißes Papier zu bringen und niemals wurde ein Bild im nachhinein verändert. Sri Chinmoy erläuterte: "Wenn ich mit enormer Geschwindigkeit arbeite, erfahre ich einen grenzenlosen See der Wonne in mir selbst." Einige technisch begabte Meditationsschüler konstruierten ein Trockenvorrichtung mit Fließband, damit bei der Geschwindigkeit von Sri Chinmoys Bilderproduktion die notwendige Trocknung der Farbe auf dem Papier schnell genug erfolgen konnte. Man stelle sich vor welch große Auslageflächen man sonst zum Trocknen benötigt hätte.

Als das Ziel von 27 000 Bildern greifbar war, malte Sri Chinmoy oft die Nacht hindurch, tagelang ohne zu schlafen. Der Raum, in dem er arbeitete, war von einer enormen kreativen Kraft erfüllt. In einer atemberaubenden Geschwindigkeit trug seine Hand die Farben aufs Papier. Während eines Zeitabschnitts von 100 Minuten malte er einmal 500 Bilder. In der Fülle seines Schaffens sah Sri Chinmoy das große Potenzial, das in uns allen liegt: "Hundert Minuten lang mit derselben Geschwindigkeit, mit demselben Tempo, 12 Sekunden pro Bild. Das Menschliche in mir wird es nicht glauben. Meine eigene menschliche Existenz kann die göttliche Fähigkeit, die Gott mir aus seiner unendlichen Gnade heraus gegeben hat, nicht erfassen. Doch wiederum hat Gott dieselbe Fähigkeit jedem von uns gegeben. Aber wir müssen nach der Entfaltung dieser Fähigkeit streben. Wir müssen die Wirklichkeit in uns enthüllen."

Am 3. Oktober 1975 vollendete Sri Chinmoy sein Hunderttausendstes Bild. Und ein Jahr nachdem er seine erste Rose gezeichnet hatte, waren insgesamt 120 000 seiner meist abstrakten Bilder fertiggestellt. Am 17. November 1975 berichtet die amerikanische Tageszeitung New York Post: "Der indische Yogi Sri Chinmoy, der vor kurzem einen offensichtlichen Weltrekord aufgestellt hat, indem er 843 Gedichte in 24 Stunden schrieb, stellte gestern einen zweiten auf, als er den Pinsel in die Hand nahm und in demselben Zeitraum die atemberaubende Gesamtzahl von 16 031 Bildern malte. … Er sagte, er nutzte dieselbe Kraft der Konzentration, um all die Bilder zu malen, die gebrauchte, um all die Gedichte zu schreiben."

Meditation, Spiritualität war der Schlüssel zu dieser Leistung. Jeder Musiker oder Künstler weiß, wie schwer es ist, allein die Inspiration für eine solche Schaffensfülle aufrecht zu erhalten. Sri Chinmoy erklärte: "Für einen normalen Menschen verhält es sich mit der Inspiration so, das der Inspirations-Vogel zeitweise kommt und vor ihm steht, zeitweise fliegt der Vogel weg, trotz seiner wiederholten Bitte vor ihm zu bleiben. Aber im Fall einer spirituellen Person ist das eine verschiedene Angelegenheit. Sie erschafft Inspiration. Sie erschafft Zeit, ihre eigene. Wenn sie sich der Zeit unterwerfen müsste oder der Inspiration unterwerfen müsste, dann würde sie niemals die Dinge erreichen können, von denen das Göttliche in ihr will, dass sie mit ihr und durch sie erreicht werden."

Formen und Farben

Der Mehrzahl von Sri Chinmoys Kunstwerken ist zwischen 20 x 30 cm und 80 x 100 cm groß. Doch auch Miniaturen mit 11 x 15 cm stammen von seiner Hand und mauergroße Gemälde wie das Bild mit dem Titel "Größer als das Größte", das er am 29. April 1976 auf eine Leinwand mit den Maßen 3,6 m x 8,10 m malte. Bei dieser Größe blieb er jedoch nicht stehen, da Sri Chinmoy die Freude liebte, die beim Hinauswachsen über die eigenen Grenzen entsteht. Am 30. April 1977 malte er das Gemälde mit dem Namen "C.K.G. Transcends", das 3,90 m hoch war und 21 m breit. Eine weitere künstlerische Ausdrucksform stellen seine "Kalender-Bilder" dar. Auf Papier, das mit mit einem leeren Kalender bedruckt war, der entweder Unterteilungen für 31 Tage, 12 Monate oder 4 Jahreszeiten hatte, tupfte Sri Chinmoy in jedes Rechteck schnell ein kleines Bild mit mehreren ausgewählten Farben. Die meisten Künstler haben Lieblingsfarben, die sie besonders gerne einsetzen. Sri Chinmoys Farbrepertoire schien jedoch alle Farben zu umfassen, die in der Schöpfung vorkommen. Wie wählte er die Farben für ein Bild aus? Sri Chinmoy beschrieb den Vorgang so: "Ich denke nicht an die Farbe als solche. Intuitiv wähle ich eine bestimmte Farbe aus. Und ich weiß nicht ob diese Farbe grün, oder blau, oder rot, oder gelb ist, nein. Meine Augen tragen mich zu einer bestimmten Farbe, aber mein Verstand handelt dabei nicht. Da mein Verstand nicht aktiv ist, weiß ich nicht was für eine Farbe ich auswähle. Und ich habe keine vorgeformte Idee davon, was ich malen werde. Ich erlaube mir einfach selbst von einer höheren Kraft davon getragen zu werden."

Wenn er malte benutzte Sri Chinmoy häufig reichhaltige Tupfer von dichter, lichtundurchlässiger Farbe. Er mischte die Farben meist direkt auf dem Maluntergrund, so dass die Farbflächen ineinander verliefen. In anderen Gemälden lassen die Farben mehr Licht durch, da er sie mit einem fächerförmigen Pinsel schwungvoll auftrug. Seine Malbewegungen folgten dabei einfach einem Lichtstrahl: "Wenn ich male, folge ich hingebungsvoll einem Lichtstrahl. Er ist klar sichtbar für mich. Dieser Lichtstrahl kommt von meiner Innersten Quelle oder meinem Inneren Selbst."
Beim Malen begab sich Sri Chinmoy in einen meditativen Bewusstseinszustand: "Normalerweise versuche ich beim Malen in eine kontemplative Stimmung zu gelangen. Ich versuche, meinen Verstand so leer, ruhig und still wie möglich zu machen. Der äußere Verstand ist wie die Oberfläche des Meeres. An der Oberfläche ist das Meer voller Wellen und voller Unruhe. Aber wenn wir tief nach unten tauchen, dann ist dasselbe Meer voller Frieden, Ruhe und Stille, und dort finden wir die Quelle der Kreativität."

Seelenvogelzeichnungen

Am 29. Dezember 1991 während eines Aufenthalts im Mittelmeer-Inselstaat Malta zeichnete Sri Chinmoy mit einem Kugelschreiber auf einen Schreibblock jeweils mit wenigen schwungvollen Strichen Hunderte von Vogelskizzen. Von nun an sollte der Vogel das Hauptthema seines Kunstschaffen sein, das sich ebenso mit enormer Energie entfalten sollte. "Vögel haben eine ganz besondere Bedeutung; sie verkörpern Freiheit. Wir sehen einen Vogel im Himmel fliegen und er erinnert uns an unsere eigene innere Freiheit. In jedem von uns gibt es eine innere Existenz, die wir Seele nennen. Die Seele fliegt wie ein Vogel im Himmel der Unendlichkeit," erläutert Sri Chinmoy. Als spirituellem Meister war es das Hauptanliegen seiner Kunst den Menschen mit seiner Seele, deren irdisches Sinnbild der Vogel darstellt, in Verbindung zu bringen. So empfiehlt er den Betrachtern seiner Seelen-Vögel: "Während sie die Vögel betrachten, fühlen Sie, dass sie selbst ein Vogel sind; sie sind ihr Seelen-Vogel, der im Himmel unendlichen Lichts, unendlichen Friedens und unendlicher Wonne fliegt." Mit Kugelschreibern, farbigen Filzstiften, Buntstiften und Markern brachte Sri Chinmoy seine Vogel-Skizzen mit schnellen Strichen aufs Papier oder auf Objekte – Vasen, Muscheln, Teller, ... . Zuweilen zeichnete er nur einen auf eine Seite oder ein Objekt, häufig erschien auf seinem Maluntergrund jedoch eine ganze Gruppe oder ein Mosaik von Tausenden von Vögeln, das einer Art "Vogellandschaft" glich.

Am 26. September 1993 vollendete Sri Chinmoy seinen Hunderttausendsten Seelenvogel. Sein gesamtes Werk wurde im November des selben Jahres im Heritage Building in Ottawa, Kanada ausgestellt. Eine Woche nachdem Sri Chinmoy von der Eröffnung der Galerie in Ottawa zurückgekehrt, äußerte Sri Chinmoy vor seinen Meditationsschülern den Wunsch "eine Million Vögel in diesem Leben" zu zeichnen. Eine Fülle von Gedanken erfüllte den Meditationsraum. Erstaunen, lautes Lachen, Zweifel, war in den gesichtern zu sehen. Seine Schüler wurden eingeladen, vorherzusagen bis zu welchem Datum, die Vogelzeichnungen fertiggestellt sein würden. Die Schätzungen reichten vom im selben Jahr bis hin zum Jahr 2006. Der Künstler jedoch blieb still und wurde von nun selten ohne Stift und Papier gesehen. Am 5. Januar 1994 zeichnete er seinen einmillionsten Seelenvogel während einer Reise auf der Insel Fiji. Die ganze Million Vogelzeichnungen wurde im März und April des selben Jahres wiederum in Ottawa ausgestellt, dort wo Sri Chinmoy 1974 sein erstes Jharna-Kala-Gemälde gezeichnet hatte. Bis um 16. Juli 1994 erblickten bereits 3 Millionen Seelen-Vögel das Licht der Welt.

Am 13. und 14. März 1997 waren im Rahmen von Sri Chinmoys Deutschlandbesuch 200 000 seiner bunten Vogelzeichnungen im Hotel "Drei Mohren" in Augsburg zu sehen. Im selben Jahr in Guatemala war er inspiriert Vögel auf große, farbige Papiere zu zeichnen. Die Papiere wurden an den Glaswänden der Veranda des Hotels in der Stadt Panajachel, in dem er sich aufhielt befestigt. Mit großen, breiten Markern brachte Sri Chinmoy die großen Vogelzeichnungen auf das lichtdurchflutete Papier, was wunderschön anzusehen war.

Sri Chinmoy freute sich stets über neue Papiersorten, -formen und -farben, die im seine Meditationschüler besorgten. So entstand auf handgeschöpftem Papier, das an der Oberfläche verschiedene Arten von Blütenblättern zeigte, eine Serie von Vogelgruppen, die jeweils mit dem Namen eines Landes betitelt war. Auf einer China-Reise zeichnete Sri Chinmoy viele Seelen-Vögel im klassischen chinesischen Stil mit schwarzer Tusche. Wenn Sri Chinmoy mit seinem Namen unterschrieb, setzte er daneben oft noch eine Vogelzeichnung. Über 16 Millionen Seelenvögel zeichnete er bis zum Ende seines Lebens.

Ausstellungen

Die erste Ausstellung mit den ersten 1000 Jharna-Kala-Gemälden von Sri Chinmoy fand am 28. Dezember 1974 in Stadtteil Queens in New York statt. 1975 wurden seine Werke unter anderem im Museo del Arte in der Stadt Ponce in Puerto Rico, an der Columbia University sowie an der School of Visual Arts und im Sekretariatsgebäude der UNO in New York ausgestellt. Der Künstler Brian Gormley, damals Dekan der School of Visual Arts in Manhatten, bemerkte nachdem er die Austellung mit Sri Chinmoys Bildern gesehen hatte: "Ich denke, wir können wirklich sagen, dass es für einen Menschen schwierig wäre, hereinzukommen, sich hier umzuschauen und sich nicht emporgehoben zu fühlen. ... Sri Chinmoy übersetzt die Freude und Freiheit, die er ihm meditativen Zustand erfuhr, in Farbe und Form."

Erste Galerien mit seinen Kunstwerken in Europa gab es bereits 1976 in Zürich, Augsburg, Frankfurt und Freiburg. Die indische Botschaft in Bonn organisierte eine Ausstellung mit einer Auswahl von Sri Chinmoys Vogelbildern, die Teil seiner Jharna-Kala-Serie waren, im Museum Alexander König in Bonn vom 19. - 20. Juni 1980. "Mögen die Vögel, die seelenvollen Vögel, die fliegenden Vögel, die unsterblichen Vögel uns daran erinnern, dass wir, obwohl wir uns im Endlichen befinden, aus dem Unsterblichen bestehen," beschrieb Sri Chinmoy die Botschaft seiner Vogelbilder damals während seiner Ansprache vor dem geladenem Publikum in Bonn. Im Anschluss daran sang ein Chor drei Lieder, die Sri Chinmoy zum Thema Jharna-Kala komponiert hatte. In Bonn waren ausgewählte Jharna-Kala-Gemälde auch vom 13. - 30. September 1982 im Rheinischen Landesmuseum ausgestellt.

In Europa schenkten Sri Chinmoys Bilder in den folgenden Jahren den Betrachtern in der Städtischen Austellungshalle Klingental in Basel, während der "Langen Nacht der Museen" in der Ovalhalle und der Arena21 im Museumsquartier in Wien, in der Heidelberger Stadthalle, an der UNESCO und im Carrousel du Louvre in Paris, am Europäischen Parlament in Brüssel und vielen anderen Orten Freude und Inspiration.

"Diese zählen zu den schönsten und überwältigendsten Gemälden, die ich jemals gesehen habe. Ich sehe in Sri Chinmoys Kunst die Freude am Schaffen von Schönheit. Seine Kunst ist das klassische Beispiel dafür, dass Erschaffen nicht nur Freude bedeutet, sondern Freude sein sollte. Mit seiner Kunst nimmt er diese Freude und teilt sie mit anderen," bemerkte Hans Janitschek, österreichischer Journalist, Diplomat und langjähriger Präsident, der "Society of Writers" an den Vereinten Nationen über Sri Chinmoys Kunstwerke. Das Museum für Neuzeitliche Russische Geschichte in Moskau, die Rusell Rotunda im Amerikanischen Senat in Washington, die Osaka Friedenshalle in Japan, das Agung Rai Museum in der Stadt Ubud in Indonesien, das australische Parlamentsgebäude in Canberra und die Stadthalle von Durban in Südafrika zählen zu den Plätzen, an denen Sri Chinmoys Kunst zu sehen war.

Austellungsbesucher auf allen fünf Kontinenten beschrieben die erhebende, inneren Frieden und Freude gebende Kraft, die von Sri Chinmoys Bildern ausgeht. „Dies sind erstaunliche, erhebende Werke ... Eine eindringliche, glückselige Symphonie innerer Ruhe und Stille ... Es ist eine Pilgerreise gewesen, diese Kunstwerke zu sehen,“ war 2006 im Kommentarbuch der Ausstellung im Nehru Centre in London zu lesen. Vom 26. - 29. September wurden dort 78 Kunstwerke von Sri Chinmoy ausgestellt. Michael Sheperd, Kunstkritiker der britischen Sonntagszeitung Sunday Telegraph kommentierte: "Ich fühle, es ist wichtig, dass die 'Kunstwelt' diese Gemälde sieht, wertschätzt und diskutiert - obwohl einfach gemalt "wie ein Vogel singt, um sich an ihnen wie am Vogelgesang zu erfreuen."